TÜV Rheinland: Digitales Management hilft Bauschäden vermeiden

Bauschaden-Konferenz am 30. November in Köln / Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs verändert die Haftungsfragen / Digitale Technik reduziert Bauschäden und senkt Kosten / Gesundes Bauen ist zunehmend gefragt

Der Aufwand zur Beseitigung von Bauschäden und das Missmanagement von Bauprojekten verursachen jede Menge Ärger und jährlich Kosten in Milliardenhöhe. Die Ursachen sind schwer nachzuweisen, landen aber oft vor Gericht. Die Bauschaden-Konferenz von TÜV Rheinland beschäftigt sich intensiv mit diesem Problem, aber auch mit geeigneten Herangehensweisen, um Schäden zu vermeiden oder zu beheben.

Die Baubranche boomt. Gleichzeitig verursachen Termindruck, versäumte Fertigstellungstermine, lange Genehmigungsverfahren und Interpretationsspielräume von Normen und Regeln großen Schaden. Dabei wäre vieles vermeidbar, wenn alle Beteiligten die „Regeln der Technik“ kennen, beachten und auch bei Planung, Vergabe, Ausführung und baubegleitender Prüfung konsequent anwenden würden. Doch schon bei den „anerkannten Regeln der Technik“ – einem unbestimmten Rechtsbegriff mit diffusen Regelwerk -, bestimmt Unklarheit und Unsicherheit die entsprechende Anwendung.

Digitale Transformation bewegt die Branche

Der Nutzung digitaler Technologien begegnet man in der Baubranche immer noch mit großer Skepsis. Der Oberbegriff BIM (Building Information Modeling) bewegt die Branche und sorgt für kontroverse Diskussionen. Dabei ließen sich gerade komplexe Bauprojekte mit Unterstützung von BIM schneller und effizienter steuern.

Ein weiteres Thema, das die Branche umtreibt, ist das »Gesunde Bauen«. Nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Sanierungs- und Renovierungsarbeiten werden gesundheitliche Aspekte immer wichtiger. Zum einen spielen Qualität und Kombination verwendeter Baustoffe eine entscheidende Rolle, zum anderen fehlendes fachliches Know-how und Unkenntnis rechtlicher Rahmenbedingungen.

Knifflige Rechtsfragen und keine einfachen Lösungen

Bereits am Vorabend der Konferenz geht es um zwei wichtige Themen. Im Vortrag „Planen und Bauen digital“ dreht sich alles um BIM und die Qualitätssteigerung bei Bauprojekten. Der zweite Abendvortrag beschäftigt sich mit der Thematik „Gesündere Gebäude“,  um im diffusen Umfeld von Regeln und Normen die richtigen Wege zu mehr Planungs- und Rechtsicherheit aufzuzeigen. Zu juristischen Folgen von Regelabweichungen referiert am Folgetag dann der Baurechtsexperte Dr. Mark Seibel, Vizepräsident des Landgerichts Siegen. Er, sowie weitere Juristen, Bauexperten und Branchenvertreter machen die Bauschaden-Konferenz der TÜV Rheinland Akademie für die Teilnehmer zu einer Plattform des Erfahrungsaustausches, die Anregungen gibt und Lösungsansätze aufzeigt, wie die täglichen Herausforderungen bewältigt und eine zukunftsfähige Strategie entwickelt werden können.

Die Veranstaltung richtet sich an Bausachverständige, Architekten, Bauingenieure, Gebäudeenergieberater sowie an Geschäftsführer und Verantwortliche der ausführenden Fachbetriebe, an Baustoffhersteller und den Baustoffhandel, an Vertreter von Behörden und der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.

Infos zur Bauschaden-Konferenz

Datum: 30. November 2017

Veranstaltungsort: TÜV Rheinland Akademie, Am Grauen Stein 1, 51105 Köln

Weiter Infos: https://akademie.tuv.com/shop/product/bauschaden-konferenz-4006

Fachlicher Ansprechpartner

Michael Reichmann; Tel. 0221 / 806-3072

Email: michael.reichmann@de.tuv.com

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TÜV Rheinland ist ein weltweit führender, unabhängiger Prüfdienstleister mit 145 Jahren Tradition. Im Konzern arbeiten 19.700 Menschen rund um den Globus. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von über 1,9 Milliarden Euro. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität und Sicherheit von Mensch, Technik und Umwelt in fast allen Wirtschafts- und Lebensbereichen. TÜV Rheinland prüft technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, begleitet Projekte, Prozesse und Informationssicherheit für Unternehmen. Die Experten trainieren Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüfstellen und Ausbildungszentren. Seit 2006 ist TÜV Rheinland Mitglied im Global Compact der Vereinten Nationen für mehr Nachhaltigkeit und gegen Korruption. Website: www.tuv.com

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Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:

Jörg Meyer zu Altenschildesche, Presse, Tel.: +49 221 806-2255

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Wolfram Stahl

Pressesprecher

TÜV Rheinland

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09.10.2017


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